Wanderung mit Florian Busl, Biodiversitätsberater im Landratsamt Miesbach durch das Hochmoor in Aurach bei Fischbachau.
Das Auracher Moor mit rund 18 ha Fläche ist eines von drei großen Hochmooren im Oberen Leitzachtal.
Einst war Torf für die Menschen im Leitzachtal ein wichtiger Rohstoff, der zum Heizen und vor allem als Einstreu in den Viehställen genutzt wurde. Um diesen Torfabbau betreiben zu können, wurde das Auracher Moor – wie fast alle Moore im bayerischen Alpenvorland – durch die Anlage von Gräben systematisch entwässert. Entwässerte Moore verlieren ihre Funktion als Wasserspeicher und setzen durch Zersetzung der trockenliegenden Torfschichten riesige Mengen klimaschädliches CO2 frei. Nur nasse Moore können weiterhin Torf aufbauen, CO2 binden und wichtigen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung stellen.
Vom Landkreis Miesbach wurden große Teile des Auracher Moores erworben, um konkrete Maßnahmen der Renaturierung und Wiedervernässung umsetzen zu können.
Wir wandern durchs Moor und erfahren allerlei über den wiedergewonnen Lebensraum, den Aufbau von Mooren und ihre Fähigkeit CO2 zu binden.
Festes, wasserdichtes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung nicht vergessen!
Eine Veranstaltung von: Landratsamt Miesbach, Biodiversitätsberatung, Moorschutzprojekte / Landkreis Miesbach
Eine Anmeldung bis zum 27. April 2026 ist erforderlich unter BioDiv@lra-mb.bayern.de
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Bildquelle: Florian Busl